Ehrung langjähriger Ausländerbeiratsmitglieder

Am 1.11. 2021 wurden ausgeschieden Kommunalpolitiker*Innen geehrt. Unter den Geehrten waren auch 3 Ausländerbeiratsmitglieder. Goarik Gareyan wurde für insgesamt 28 Jahre als Mitglied im Ausländerbeirat sowie als Vorsitzende (2010-2021) die goldene Ehrennadel verliehen. Bereits 2013 erhielt sie das Historische Stadtsiegel Integration. Ebenfalls seit der Einrichtung eines Ausländerbeirats im Jahr 1993 war Dr. Matin Baraki als Mitglied tätig, zeitweise war er auch Vorsitzender. Bereits 2012 wurde er mit dem Historischen Stadtsiegel für Integration bedacht.

Goldene Ehrennadel, Foto: Stefanie Ingwersen, Universitätsstadt Marburg.

Beiden wurden zudem der Ehrentitel „Ehrenmitglied des Ausländerbeirat“ verliehen.

Ehrentitel: „Ehrenmitglied des Ausländerbeirates“, v.l. Stadtverordenetenvorsteherin Elke Neuwohner, Dr. Matin Baraki, Goarik Gareyan, Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies. Foto: Stefanie Ingwersen, Universitätsstadt Marburg

Wouloh Sherif Korodowou erhielt als langjähriges Mitglied im Ausländerbeirat die Silberne Ehrennadel. 2016 wurde ihm das Historischen Stadtsiegel für Integration verliehen, Von 2018 bis 2020 war er zudem Integrationsbeauftragter der Stadt Marburg.

Silberne Ehrennadel, Foto: Stefanie Ingwersen, Universitätsstadt Marburg,

Auszug aus der Pressemitteilung der Universitätsstadt Marburg:

„Ganz besonders möchte ich auch den Mitgliedern des Ausländerbeirates danken, denn Sie sorgen dafür, dass alle Menschen unsere Stadt mitgestalten können sowie bei der Mitgestaltung mit bedacht werden“, sagte Spies.

Vollständige Pressemitteilung der Universitätsstadt Marburg

PRESSEMITTEILUNG DER UNIVERSITÄTSSTADT MARBURG

Nr. 299 / 3. November 2021

Stadt Marburg ehrt ausgeschiedene Kommunalpolitiker*innen

Ehrenamtliche geben rund ein halbes Jahrtausend für die Stadt

Marburg. Für ihr mehr als zehnjähriges Engagement hat Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies die im Frühjahr aufgrund der Kommunalwahl ausgeschiedenen Kommunalpolitiker*innen geehrt. Insgesamt wurden 27 ehrenamtlich Tätige mit der Ehrennadel der Stadt oder einem Ehrentitel ausgezeichnet.

„Heute ehren wir das Engagement von 27 Kommunalpolitiker*innen – das sind insgesamt 573 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit für die Stadt Marburg“, sagte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies. „Für diese Zeitspanne, die Sie zusammen für das Wohl dieser Stadt und ihrer Bürger*innen aufgebracht haben, kann ich Ihnen gar nicht genug danken. Daher erhalten Sie eine besondere Auszeichnung für Ihre Verdienste.“ Die Gesellschaft brauche Ehrenamtliche, die bereit sind, Verantwortung für das Gemeinwohl zu übernehmen und die eigene Stadt, die eigene Gemeinde mitzugestalten. Dafür brächten die ehrenamtlichen Kommunalpolitiker*innen viel Zeit, Arbeit, Energie, Kraft und oft auch eigene Mittel in diese Tätigkeit mit ein.

Im Frühjahr sind nach den Wahlen zahlreiche Kommunalpolitiker*innen ausgeschieden. Diese engagierten sich über viele Jahre in den verschiedenen Gremien der Stadt wie dem Magistrat, der Stadtverordnetenversammlung, als Ortsvorsteher*in, im Ortsbeirat, oder im Ausländerbeirat.

Die Kommunalpolitiker*innen sind mit der Bronzenen Ehrennadel für ihr mindestens zehnjähriges, mit der Silbernen für ihr mindestens fünfzehnjähriges oder mit der Goldenen Ehrennadel für ihr mindestens zwanzigjähriges Engagement bedacht. Bei der Ehrennadel handelt es sich um eine Auszeichnung, die der Magistrat der Stadt Marburg vergibt.

Die Bronzene Ehrennadel erhielten: Hildegard Gitzel für ihre 13 Jahre als Mitglied im Ortsbeirat Wehrda, Karin Szeder für zehn Jahre im Ortsbeirat Elnhausen, Dominic Dehmel für sein ebenfalls insgesamt zehnjähriges Engagement im Ortsbeirat Michelbach und in der Stadtverordnetenversammlung, Thomas Götzfried für zehn Jahre als Mitglied im Ortsbeirat Wehrshausen und Manfred Inerle, der zehn Jahre lang Mitglied im Ortsbeirat Marbach war.

Für ihr jeweils insgesamt 15-jähriges Engagement mit der Silbernen Ehrennadel ausgezeichnet wurden: Beate Abé (Mitglied im Ortsbeirat Bauerbach), Dr. Gabriela Laufenberg (Mitglied im Ortsbeirat Marbach), Dr. Erika Richter (Mitglied im Ortsbeirat Cappel), Peter Gleissner (Mitglied im Ortsbeirat Ginseldorf), Jürgen Hertlein (Stadtrat), der bereits 2018 die Bronzene Ehrennadel erhielt,  Manfred Jannasch (Mitglied in der Stadtverordnetenversammlung und im Ortsbeirat Südviertel), Wouloh Sherif Korodowou (Mitglied im Ausländerbeirat), Hartmut Müller (Mitglied im Ortsbeirat Wehrshausen), Jochen Rauch (Mitglied im Ortsbeirat Bortshausen und zwischenzeitlich von November 2015 bis März 2016 Ortsvorsteher), Hans-Werner Riehl (Mitglied im Ortsbeirat Moischt), Heinrich Ruppert (Mitglied im Ortsbeirat Dilschhausen) und Jürgen Sprenger (Mitglied im Ortsbeirat Schröck), der bereits 2011 die Bronzene Ehrennadel verliehen bekam.

Die Goldene Ehrennadel bekamen überreicht: Sylvia Bandte für ihre insgesamt 28-jährige Tätigkeit als Mitglied im Ortsbeirat Moischt, als Ortsvorsteherin und ihre Ehrenmitgliedschaft im Ortsbeirat seit 2014 und Goarik Gareyan für insgesamt 28 Jahre als Mitglied im Ausländerbeirat, als Vorsitzende des Ausländerbeirates und als Ortsvorsteherin im Ortsbeirat Altstadt. Anni Röhrkohl erhielt die Goldene Ehrennadel für insgesamt 20 Jahre als Mitglied der Stadtverordnetenversammlung und als Stadträtin im Magistrat. Sie wurde 2018 bereits mit der Silbernen Ehrennadel ausgezeichnet. Dr. Matin Baraki war 28 Jahre als Mitglied im Ausländerbeirat tätig und wurde bereits 2012 mit dem Historischen Stadtsiegel für Integration bedacht. Nico Biver, der 2018 bereits die Silberne Ehrennadel erhielt, engagierte sich insgesamt rund 21 Jahre lang in der Stadtverordnetenversammlung und als Stadtrat im Magistrat. Zudem erhielten die Goldene Ehrennadel Helmut Inerle für 20 Jahre als Mitglied im Ortsbeirat Marbach, Peter Klein für sein 24-jähriges Engagement im Ortsbeirat Michelbach und Heinz-Georg Naumann, der insgesamt 28 Jahre im Ortsbeirat Gisselberg als Schriftführer und später als Stellvertretender Ortsvorsteher tätig war.

Außerdem wurden die Ehrentitel „Ehrenmitglied des Ortsbeirates“ und „Ehrenmitglied des Ausländerbeirates“ verliehen. Der Titel zeichnet Kandidat*innen aus, die mindestens 20 Jahre lang Mitglied im jeweiligen Beirat waren. Die Entscheidung, wer den Ehrentitel erhält, trifft die Stadtverordnetenversammlung.

Für sein 20-jähriges Engagement im Ortsbeirat Moischt erhielt Hans Dittmar den Ehrentitel „Ehrenmitglied des Ortsbeirates“. Er war von 1985 bis 1989 Ortsvorsteher und war danach weiterhin Mitglied im Ortsbeirat. Von 1993 bis 2000 nahm er dann erneut das Amt des Ortsvorstehers wieder an. Zuletzt war er von 2016 bis 2021 wieder Mitglied im Ortsbeirat. Helmut Inerle wurde nicht nur mit der Goldenen Ehrennadel bedacht, sondern bekam auch den Ehrentitel „Ehrenmitglied des Ortsbeirates“ für seine 20-jährige Tätigkeit im Ortsbeirat Marbach verliehen. Ebenfalls Peter Klein erhielt neben der Goldenen Ehrennadel den Ehrentitel „Ehrenmitglied des Ortsbeirates“, da er sich 24 Jahre lang im Ortsbeirat Michelbach engagierte. Gleichfalls wurde die 24-jährige Tätigkeit von Martin Lüdecke im Ortsbeirat Moischt durch den Ehrentitel „Ehrenmitglied des Ortsbeirates“ geehrt. Er war von 1997 bis 2021 Mitglied im Ortsbeirat und zeitweise stellvertretender Ortsvorsteher gewesen.

„Ganz besonders möchte ich auch den Mitgliedern des Ausländerbeirates danken, denn Sie sorgen dafür, dass alle Menschen unsere Stadt mitgestalten können sowie bei der Mitgestaltung mit bedacht werden“, sagte Spies.

Die Ehrenbezeichnung „Ehrenmitglied des Ausländerbeirates“ bekam Goarik Gareyan neben der Goldenen Ehrennadel für ihr 28-jähriges Engagement verliehen. Im Jahr 2013 wurde sie bereits mit dem Historischen Stadtsiegel für Integration ausgezeichnet. Ebenfalls bereits 28 Jahre war Dr. Matin Baraki im Ausländerbeirat tätig. Ihm wurde das Historische Stadtsiegel für Integration 2012 überreicht.

Stadtverordnetenvorsteherin Dr. Elke Neuwohner dankte den Geehrten ebenfalls für ihr Engagement. „Die Frage ‚Warum machst du das überhaupt?‘ ist bestimmt schon oft an Sie herangetragen worden“, sagte Neuwohner. Dabei liege die Motivation vor allem darin, etwas bewegen zu wollen. „Und da können Sie alle auf Erfolge zurückblicken. Sie begegneten vielen Menschen, Sie lernten ihre Bedürfnisse kennen und Sie setzten sich für diese ein: Für dieses Engagement ehren wir Sie heute“, so Neuwohner.

Der OB dankte an diesem Abend auch all jenen Kommunalpolitiker*innen, die unter zehn Jahre für die Stadt ehrenamtlich tätig waren. Normal würden diese bei dem Ehrungsempfang dabei sein, aufgrund der Corona-Pandemie wurde jedoch auf eine größere Feierlichkeit verzichtet. Die ausgeschiedenen Kommunalpolitiker*innen erhalten zum Dank ein persönliches Schreiben vom OB und ein kleines Dankeschön.

Stefanie Ingwersen

Gütesiegel „Interkulturelle Vielfalt LEBEN“

GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG DER UNIVERSITÄTSSTADT MARBURG UND DES LANDKREISES MARBURG-BIEDENKOPF

Nr. 284 / 12. Oktober 2021

Vertreter*innen von zwölf Organisationen und Unternehmen wurden von Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (vorne Mitte) und dem Ersten Kreisbeigeordneten Marian Zachow (vorne rechts) geehrt.
© Freya Altmüller, i.A.d. Stadt Marburg

Stadt und Landkreis würdigen zwölf interkulturelle Arbeitgeber*innen

Marburg. Vielfalt am Arbeitsplatz spielt für Arbeitgeber*innen eine immer größere Rolle. Zwölf Unternehmen und Organisationen aus der Universitätsstadt Marburg und dem Landkreis Marburg-Biedenkopf haben sich mit ihrem Engagement im Betrieb um das Gütesiegel „Interkulturelle Vielfalt LEBEN“ beworben. Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies hat gemeinsam mit dem Ersten Kreisbeigeordneten Marian Zachow die Gütesiegel im Erwin-Piscator-Haus in Marburg überreicht.

Mit dem Gütesiegel wurden zum zweiten Mal Arbeitgeber*innen ausgezeichnet, die sich in der Region für interkulturelle Vielfalt am Arbeitsplatz einsetzen. Mit dem Siegel soll sichtbar gemacht werden, wie kulturelle Vielfalt in ausgezeichneter Weise zum Erfolg von Betrieben und Organisationen führen kann.

„Vielfalt wirkt sich in allen Lebenslagen bereichernd aus“, sagte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies. „Voraussetzung dafür ist jedoch, das Potenzial gelungener Inklusion und Integration zu erkennen und sich das als Ziel zu setzen. Dies haben Sie getan“, ergänzte der Oberbürgermeister an die diesjährigen Preisträger*innen gewandt. „Integration passiert in der Kommune, dort, wo die Menschen leben und arbeiten. Ohne Unternehmen wie Sie geht es nicht.“ Das Gütesiegel soll zudem die Vernetzung von Organisationen in der Region unterstützen, sodass diese voneinander lernen, sich gegenseitig fördern und gemeinsam für interkulturelle Vielfalt einsetzen.

„Dass wir hier so viele Unternehmen auszeichnen können, funktioniert nur, weil wir hier in der Region ein gemeinsames Bewusstsein haben“, sagte der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow. An der Vision einer Gesellschaft, in der Vielfalt selbstverständlich ist, müsse man hart arbeiten. Die Bedeutung des Gütesiegels sei, vor allem auch wegen der wissenschaftlichen Begleitung des Projekts, deutschlandweit in seiner Qualität einzigartig.

„Sie sind Freund*innen von Menschen mit internationaler Biografie“, sagte Sylvie Cloutier, die Vorsitzende des Ausländerbeirates zu den Gütesiegel-Träger*innen. Ihre Hoffnung sei, dass die Inklusion aller gelinge, die bisher aufgrund ihres Namens oder ihrer Herkunft Probleme auf dem Arbeitsmarkt hätten.

Das Gütesiegel erhielten: die Zahnarztpraxis Al Hamoud, die Abendschulen Marburg, das Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft (BWHW) Region Mittelhessen, die C+P Bildung GmbH, die dm-drogerie markt GmbH + Co. KG Filiale in Cappel, die Elkamet Kunststofftechnik GmbH, die ERDAR Consulting – IT Center Biedenkopf GmbH, die GSK Vaccines GmbH, die Friseur Haaribo GmbH, der Kreisausschuss Marburg-Biedenkopf, der Magistrat der Universitätsstadt Marburg und die Seniorenbetreuung Weisser Stein GmbH.

Sechs der zwölf Organisationen wurden bereits 2020 mit dem Gütesiegel und mit bis zu drei Sternen für Maßnahmen der interkulturellen Öffnung ausgezeichnet. Diese haben ihre interkulturellen Angebote weiterentwickelt oder neue Projekte gestartet. Dadurch konnten sie sich erneut um das Gütesiegel bewerben und ihr Ergebnis aus dem Vorjahr verbessern – insgesamt kann ein Unternehmen bis zu sechs Sterne erreichen.

Diejenigen, die die besten Ergebnisse erzielten, bekamen neben dem Gütesiegel einen Preis: Den Preis in der Kategorie große und mittlere Organisationen erhielt in diesem Jahr die GSK Vaccines GmbH. Neben einem Buddy-Programm für internationale Mitarbeiter*innen und zahlreichen weiteren Maßnahmen, ermöglicht die GSK Vaccines GmbH den Mitarbeiter*innen die Teilnahme an sogenannten „Inklusion & Diversität Gruppen“ (I&D Gruppen). Diese sollen Stereotypenbildung und abwertendem oder ausschließendem Verhalten in der Belegschaft entgegenwirken.

In der Kategorie der kleinen Organisationen gewann zum zweiten Mal der Friseur Haaribo. Die Geschäftsführerin Nadine Sisamci lebt ihre Rolle als Vorbild und schafft ein wertschätzendes Arbeitsumfeld, in dem sich ihre Mitarbeiter*innen – mit und ohne Migrationshintergrund –  wohlfühlen, so die Begründung der Jury. Die Mitarbeiter*innen des Friseursalons Haaribo sind regional vernetzt und ehrenamtlich stark involviert. Dabei steht das gesellschaftliche Engagement im Fokus.

Die Bewertung für das Gütesiegel fußt auf insgesamt sechs Modulen. Dabei achtet die Jury darauf, wie Arbeitgeber*innen ihre Mitarbeiter*innen darin unterstützen, in der Organisation anzukommen, wie sie die Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter*innen erkennen und fördern sowie die faire und solidarische Zusammenarbeit am Arbeitsplatz gestalten. Daneben bewertet die Jury, inwiefern es den Arbeitgeber*innen gelingt, Vielfalt als eine Chance zu sehen und freiwilliges Engagement für interkulturelle Vielfalt zu stärken. Schließlich wird geprüft, ob und wie das Unternehmen für eine vernetzte Inklusionskultur in Führung geht.

Im dm-Drogeriemarkt in Cappel beispielsweise haben Menschen mit Migrationshintergrund gute Aufstiegschancen. In der Zahnarztpraxis Al Hamoud haben sie die Chance, Deutsch im Prozess zu lernen. Die Elkamet Kunststofftechnik GmbH unterstützt das Ankommen von Mitarbeitenden mit gemeinsamen Freizeitmöglichkeiten. Betriebliche Fortbildungen zu Fluchttraumata sensibilisieren Mitarbeitende des Bildungswerks der Hessischen Wirtschaft.

Die Teilnahme am Gütesiegel „Interkulturelle Vielfalt LEBEN“ ist ein Entwicklungsprozess und auf sechs Jahre angelegt. Die teilnehmenden Arbeitgeber*innen vernetzen sich untereinander, tauschen Lösungen aus, die sich in der Praxis bewährt haben, und treffen sich bei WebLabs und jährlichen Workshops, um Themen gemeinsam zu entwickeln.

Weitere Informationen gibt es unter www.marburg.de/guetesiegel-interkulturelle-vielfalt-leben.

Hintergrund:

Konzipiert wurde das Gütesiegel „Interkulturelle Vielfalt LEBEN“ federführend von Prof. Dr. Susanne Maria Weber vom Institut für Erziehungswissenschaften der Philipps-Universität Marburg gemeinsam mit dem Fachbereich Zivilgesellschaft, Stadtentwicklung, Migration und Kultur der Universitätsstadt Marburg. In einem breiten partizipativen Prozess wurde im Frühjahr 2019, ausgehend vom Runden Tisch Integration, gemeinsam mit Expert*innen aus verschiedenen Bereichen – Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, das Siegel entwickelt. Im September 2020 wurde das Gütesiegel erstmals an 13 Organisationen verliehen, es folgten drei Vernetzungstreffen im digitalen Raum. Bis Juli 2021 haben sich nochmals 12 Unternehmen, Verwaltungen und freie Träger in Stadt und Region erneut auf das Gütesiegel beworben.

Tag der kulturellen Vielfalt am Tag der Deutschen Einheit

Fotos des Ausländerbeirats vom Tag der kulturellen Vielfalt am Tag der Deutschen Einheit.

Pressemitteilung der Stadt Marburg, Freya S. Altmüller, i. A. d. Stadt Marburg.

Tag der Deutschen Einheit

1600 Menschen besuchen Tag der kulturellen Vielfalt

Auch in diesem Jahr hat die Stadtgesellschaft in Marburg wieder den Tag der Deutschen Einheit gemeinsam mit dem „Tag der kulturellen Vielfalt“ gefeiert. Vor dem Erwin-Piscator-Haus informierten Vereine und Initiativen über ihre Arbeit, auf der Bühne vor dem KFZ gab es Konzerte und Kinderprogramm. 1600 Menschen besuchten das Begegnungsfest.

Auf dem Platz vor dem Erwin-Piscator-Haus präsentierten sich am Sonntag rund 25 Vereine und Initiativen. Darunter etwa der Marburger Islamische Kulturverein Hadara oder der Verein Integration der Afghanischen Geflüchteten. Auch der Landkreis Marburg-Biedenkopf war vertreten, mit seinem Büro für Integration. Dort gab es Infos über die App „Integreat“, mit der sich neu angekommene Menschen informieren können, sowie über den Dolmetscherservice „DolMa“.

Das Fest wurde von der Stadt, dem Ausländerbeirat sowie dem KFZ organisiert. „Ich finde die Veranstaltung eine tolle Sache“, so Marzia Marciano-Ruffing, Zweite Vorsitzende des deutsch-italienischen Vereins „Il ponte“. Durch die vielen Vereine auf dem Fest lerne man auch Realitäten in der Stadt kennen, die einem sonst nicht begegneten. „Il Ponte“ trug auch zum Kinderprogramm bei: Mit Gitarre und kleinem Chor brachten Vertreterinnen des Vereins dem Publikum das italienische Kinderlied „Viva la Gente“ bei. „In dem Lied geht es um die Freude, um sich herum zu schauen und Leute zu sehen“, erklärte Marciano-Ruffing. Nach einer langen Phase eingeschränkter sozialer Kontakte sei das genau das Gefühl, das viele Menschen hätten.

Die Initiative für Menschenrechte und Freiheit (IHRF) bot an ihrem Stand eine Malaktion für Kinder an. Und auch für die Bühne hatte der Verein etwas für die jungen Gäste organisiert: Puppenspieler Vural Arisoy ließ Marionetten zu traditioneller und moderner Musik tanzen. Zum Titelsong des Films „Fluch der Karibik“ spuckte eine Puppe Feuer, eine andere sang als Michael Jackson und eine Clown-Marionette besuchte die Kinder im Publikum.

Auch der Deutsch-Schwedische Freundschaftsverein Marburg steuerte etwas zum Kinderprogramm bei. Der Verein will eine Bibliothek aufbauen, in der der Roman „Pippi Langstrumpf“ von Astrid Lindgren in 77 Sprachen zu lesen ist. Auf der Bühne vor dem KFZ lasen Mitglieder des Vereins und Gäste auf rund 20 Sprachen aus dem Kinderbuch vor, und zwar alle den einen Satz: „Wer sehr stark ist, muss auch sehr lieb sein.“ Aber auch Blindenschrift wurde vorgelesen und die schwedischen Gebärden für „Pippi Langstrumpf“ gezeigt. 

Beim Bewohnernetzwerk für Soziale Fragen (BSF) konnten die Gäste Bingo spielen und bei der „Nähstube grenzenlos“ allerlei Selbstgenähtes erwerben, um damit Spenden an internationale Hilfsorganisationen zu unterstützen.

Nach dem Kinderprogramm hieß es Bühne frei für Konzerte: Den Anfang machte „Sono Orientalis“. Die vierköpfige Formation aus der Türkei, Madagaskar und Deutschland spielte orientalische Melodien mit Saxophon, Klarinette, Laute, Gitarre und Trommel. „Sonido Aguajal“ brachte im Anschluss das Publikum mit lateinamerikanischer Musik zum Tanzen. Zu acht spielte die Gruppe vor allem Lieder der Musikrichtung Cumbia. „Ich mag es, dass die Musik hier mal etwas anders ist“, sagte Eva Wolf aus Homberg (Ohm), die mit ihrem Sohn vor der Bühne tanzte. 

Ein besonderes Highlight war  der Auftritt der französischen Drag-Queen-Gruppe „La Coloc Drag“, die gerade im Rahmen des 60 jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft mit Poitiers in Marburg weilten. Den Abschluss machte eine Capoeira-Gruppe. Begleitet von Perkussionsinstrumenten und Gesang spielten jeweils zwei Mitglieder miteinander – sie tanzten und kämpften zugleich. 

Im Erwin-Piscator-Haus war die Ausstellung „Fuck it – I’m alive!“ zu sehen, die Fotos von Menschen mit einer Brustkrebs-Erkrankung zeigt. Die Bilder von Iris Edinger werden noch bis zum 29. Oktober ausgestellt.

Pressemitteilung der Stadt Marburg, Freya S. Altmüller, i. A. d. Stadt Marburg.

Tag der kulturellen Vielfalt

am Tag der Deutschen Einheit

Fotos des Ausländerbeirats vom Tag der kulturellen Vielfalt am Tag der Deutschen Einheit.

Pressemitteilung der Stadt Marburg, Freya S. Altmüller, i. A. d. Stadt Marburg.

Tag der Deutschen Einheit

1600 Menschen besuchen Tag der kulturellen Vielfalt

Auch in diesem Jahr hat die Stadtgesellschaft in Marburg wieder den Tag der Deutschen Einheit gemeinsam mit dem „Tag der kulturellen Vielfalt“ gefeiert. Vor dem Erwin-Piscator-Haus informierten Vereine und Initiativen über ihre Arbeit, auf der Bühne vor dem KFZ gab es Konzerte und Kinderprogramm. 1600 Menschen besuchten das Begegnungsfest.

Auf dem Platz vor dem Erwin-Piscator-Haus präsentierten sich am Sonntag rund 25 Vereine und Initiativen. Darunter etwa der Marburger Islamische Kulturverein Hadara oder der Verein Integration der Afghanischen Geflüchteten. Auch der Landkreis Marburg-Biedenkopf war vertreten, mit seinem Büro für Integration. Dort gab es Infos über die App „Integreat“, mit der sich neu angekommene Menschen informieren können, sowie über den Dolmetscherservice „DolMa“.

Das Fest wurde von der Stadt, dem Ausländerbeirat sowie dem KFZ organisiert. „Ich finde die Veranstaltung eine tolle Sache“, so Marzia Marciano-Ruffing, Zweite Vorsitzende des deutsch-italienischen Vereins „Il ponte“. Durch die vielen Vereine auf dem Fest lerne man auch Realitäten in der Stadt kennen, die einem sonst nicht begegneten. „Il Ponte“ trug auch zum Kinderprogramm bei: Mit Gitarre und kleinem Chor brachten Vertreterinnen des Vereins dem Publikum das italienische Kinderlied „Viva la Gente“ bei. „In dem Lied geht es um die Freude, um sich herum zu schauen und Leute zu sehen“, erklärte Marciano-Ruffing. Nach einer langen Phase eingeschränkter sozialer Kontakte sei das genau das Gefühl, das viele Menschen hätten.

Die Initiative für Menschenrechte und Freiheit (IHRF) bot an ihrem Stand eine Malaktion für Kinder an. Und auch für die Bühne hatte der Verein etwas für die jungen Gäste organisiert: Puppenspieler Vural Arisoy ließ Marionetten zu traditioneller und moderner Musik tanzen. Zum Titelsong des Films „Fluch der Karibik“ spuckte eine Puppe Feuer, eine andere sang als Michael Jackson und eine Clown-Marionette besuchte die Kinder im Publikum.

Auch der Deutsch-Schwedische Freundschaftsverein Marburg steuerte etwas zum Kinderprogramm bei. Der Verein will eine Bibliothek aufbauen, in der der Roman „Pippi Langstrumpf“ von Astrid Lindgren in 77 Sprachen zu lesen ist. Auf der Bühne vor dem KFZ lasen Mitglieder des Vereins und Gäste auf rund 20 Sprachen aus dem Kinderbuch vor, und zwar alle den einen Satz: „Wer sehr stark ist, muss auch sehr lieb sein.“ Aber auch Blindenschrift wurde vorgelesen und die schwedischen Gebärden für „Pippi Langstrumpf“ gezeigt. 

Beim Bewohnernetzwerk für Soziale Fragen (BSF) konnten die Gäste Bingo spielen und bei der „Nähstube grenzenlos“ allerlei Selbstgenähtes erwerben, um damit Spenden an internationale Hilfsorganisationen zu unterstützen.

Nach dem Kinderprogramm hieß es Bühne frei für Konzerte: Den Anfang machte „Sono Orientalis“. Die vierköpfige Formation aus der Türkei, Madagaskar und Deutschland spielte orientalische Melodien mit Saxophon, Klarinette, Laute, Gitarre und Trommel. „Sonido Aguajal“ brachte im Anschluss das Publikum mit lateinamerikanischer Musik zum Tanzen. Zu acht spielte die Gruppe vor allem Lieder der Musikrichtung Cumbia. „Ich mag es, dass die Musik hier mal etwas anders ist“, sagte Eva Wolf aus Homberg (Ohm), die mit ihrem Sohn vor der Bühne tanzte. 

Ein besonderes Highlight war  der Auftritt der französischen Drag-Queen-Gruppe „La Coloc Drag“, die gerade im Rahmen des 60 jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft mit Poitiers in Marburg weilten. Den Abschluss machte eine Capoeira-Gruppe. Begleitet von Perkussionsinstrumenten und Gesang spielten jeweils zwei Mitglieder miteinander – sie tanzten und kämpften zugleich. 

Im Erwin-Piscator-Haus war die Ausstellung „Fuck it – I’m alive!“ zu sehen, die Fotos von Menschen mit einer Brustkrebs-Erkrankung zeigt. Die Bilder von Iris Edinger werden noch bis zum 29. Oktober ausgestellt.

Pressemitteilung der Stadt Marburg, Freya S. Altmüller, i. A. d. Stadt Marburg.

Macht mit und radelt mit uns vom 30. August und bis zum 19. September 2021!!

Auch dieses Jahr radelt der Ausländerbeirat zusammen mit dem Freundeskreis viele Kilometer für ein gutes Klima, mehr Umweltschutz, mehr Radförderung und mehr Lebensqualität in Marburg.

Melde Dich ganz einfach und schnell hier an: https://bit.ly/3Bn9wmY

Lade die App über diesen Link: www.stadtradeln.de/app

Bis zum 20. September 2021 kannst Du sogar an dem Fotowettbewerb teilnehmen und für ein kreatives Foto Deiner Radfahrsituation auf Deiner Lieblingsstrecke mit einem Preis belohnt werden!

Schicke deine Fotos hierfür per Mail an klimaschutz@marburg-stadt.de mit dem Betreff „Fotowettbewerb Stadtradeln 2021“.

Wir freuen uns auf Dich!

Tag der kulturellen Vielfalt am Tag der Deutschen Einheit

Straßenfest mit Ständen am 3.10.2019

am 3. Oktober 2021

Auch dieses Jahr organisieren die Universitätsstadt Marburg und der Ausländerbeirat Marburg gemeinsam mit dem KFZ den Tag der kulturellen Vielfalt am Tag der Deutschen Einheit. Das Fest ist mittlerweile ein fester Termin für die Marburger Stadtgesellschaft geworden.

Marburg ist bunt und möchte sich an diesem Tag – in Einheit und Vielfalt – präsentieren!

Am Sonntag, den 3.Oktober 2021 möchten wir wieder den Tag der kulturellen Vielfalt am Tag der Deutschen Einheit feiern.

Wir laden alle herzlich ein, das Straßenfest aktiv mitzugestalten!

Vereine und Initiativen können sich und ihre Arbeit vorstellen. Interaktive Spiele, Malaktionen, Ausstellungen, ein Quiz oder andere Aktivitäten an einem Stand oder ein Beitrag zum Bühnenprogramm sind möglich. Werdet kreativ!

Ebenso freuen wir uns über Helfer*innen, die bei Auf- und Abbau und uns in Sachen Sicherheit und Ordnung unterstützten.

Bitte sendet/senden Sie bis zum 31.8. 2021 die Anmeldung zurück an 3.oktober@marburg-stadt.de

Rücktrittserklärung der ehemaligen Vorsitzenden Goharik Gareyan

„Liebe Freundinnen und Freunde,

herzlichen Dank, dass ihr Euch so zahlreich nach meinem Rücktritt vom Ausländerbeirat erkundigt habt. Die persönliche Anteilnahme hat mich sehr gefreut.

Aufgrund neuer beruflichen Veränderungen bin ich schweren Herzens von meinen Ehrenämtern im Ausländerbeirat und im Ortsbeirat Altstadt zurückgetreten. Fortan werde ich Integrationsprojekte der Stadt Marburg koordinieren und muss daher meine Mandate vorerst niederlegen (HGO).

Ich werde das Ausländerbeiratsteam weiterhin hauptamtlich als „WIR“ Koordinatorin unterstützen. Mein Herz ist und bleibt dem Ausländerbeirat verbunden.

Ich wünsche dem neu gewählten Team und meiner Nachfolgerin Sylvie Cloutier viel Erfolg und Kraft! Sylvie hat die Führungseigenschaften und auch die Power, die Arbeit des Ausländerbeirats zu koordinieren und wird mit dem Team zum Wohle von uns Allen handeln. So habe ich keine Bedenken, weil der Ausländerbeirat in guten Händen sein wird.

Es war eine Riesenfreude mit euch für eine offene, vielfältige und vor allem diskriminierungsfreie Stadt Marburg aktiv einzutreten.

Mit Stolz auf das, was wir bisher zusammen erreicht haben, und der Zuversicht, dass ihr das Begonnene weiterführen werdet, wünsche ich Allen alles Gute und gratuliere nochmal ganz herzlich!

Eure Goharik Gareyan“

Pressemitteilung – Ende einer Ära

Goharik Gareyan ist als Vorsitzende in der letzten Sitzung des Ausländerbeirats zurückgetreten. Seit 2010 hat sie dieses Amt bekleidet. Ihre Nachfolgerin Sylvie Cloutier wurde einstimmig gewählt, ebenso wie ihre Stellvertretungen Sareh Darsaraee und Aladin Atalla.

Die Tagesordnung ist lang, aber viele Punkte werden schnell abgestimmt. In der Sitzung am 26.5. wählte der Ausländerbeirat, Vorsitz, Stellvertretung sowie Listenvertretung für den Vorstand des Ausländerbeirates, der u.a. die Sitzungen vorbereitet.

Goharik Gareyan ist nun als langjährige Vorsitzende aufgrund beruflicher Änderungen zurückgetreten. Sie ist seit der Einrichtung des Ausländerbeirates 1993 Mitglied. Zu dem Zeitpunkt war sie gerade mal ein Jahr in Marburg. Von 1997 bis 2010 war sie stellvertretende Vorsitzende, ab 2010 Vorsitzende.

Goharik Gareyan wünscht dem neu gewählten Team und ihrer Nachfolgerin Sylvie Cloutier viel Erfolg und Kraft! Sie hat keine Bedenken bezüglich ihres Rücktritts, weil sie den Ausländerbeirat in guten Händen sieht. „Es war mir eine große Freude mit dem Ausländerbeirat und allen Partner*Innen für eine offene, vielfältige und vor allem diskriminierungsfreie Stadt Marburg aktiv einzutreten. Mit Stolz auf das, was wir bisher zusammen erreicht haben, und der Zuversicht, dass Der Ausländerbeirat das Begonnene weiterführen wird, wünsche ich Allen alles Gute und gratuliere nochmal ganz herzlich!“

Die Mitglieder des Ausländerbeirats: v. l. Kristiana Donkova-Schalauske, Xin Zheng, Jehan Laktineh, Xiaotian Tang; Goharik Gareyan, Shadi Al Kayas, Aladin Atalla, Mohammad Al Taweel, Sylvie Cloutier, Jiyan Haji, Sareh Darsaraee, Emri Ismani, Marico Engel. Nicht auf dem Bild: Marco André Batista Guerreiro, Nazanin Badizadegan. (Foto: Shiyuan Zhou für den Ausländerbeirat)

Stellungnahme Memoria Denkmal

Stellungnahme des Ausländerbeirats der Universitätsstadt Marburg zu dem Angriff auf das Mahnmal „Memoria“ (Friedrichplatz) für die Opfer rassistischer Gewalt in Deutschland/ Hanau

 In der Nacht des 23.04.2021 wurde an dem Mahnmal „Memoria“ (Friedrichplatz) für die Opfer rassistischer Gewalt in Deutschland Vandalismus verübt. Diese rassistisch motivierte Tat macht uns, den Ausländerbeirat der Universitätsstadt Marburg, tief betroffen. Sie stellt für uns dar, den Versuch die Marburger Bevölkerung zu spalten.

 Vielfalt ist eines der zentralen Charakteristika unserer Stadt. Sie setzt einen Konsens über das Zusammenleben aller Marburgerinnen und Marburger mit und ohne Migrationshintergrund voraus. Alle Mitglieder unserer vielfältigen Stadtgesellschaft sollen sich sicher fühlen. Daher ist es ein selbstverständlicher Anspruch unserer Gesellschaft, dass wir auch in Marburg ein Mahnmal zur Erinnerung an die Opfer rassistischer Gewalt errichten sollen. Marburger sollen hier nicht wegschauen, weil das dem Rassismus nur Auftrieb gibt.

 Für das friedliche Miteinander und die freundschaftliche Begegnung müssen wir alle gemeinsam Orte der Erinnerungen schaffen, die uns ermahnen, dass Hass und Rassismus immer noch präsent und zu bekämpfen sind.

Pressemitteilung des Ausländerbeirates zum Wahlergebnis

Deutlich stärkere Wahlbeteiligung bei den Ausländerbeiratswahlen in 2021

Der Ausländerbeirat der Universitätsstadt Marburg freut sich über eine mehr als 90 %ige Zunahme der Wahlbeteiligung bei den Wahlen zum Ausländerbeirat am 14. März 2021 in Marburg.

Mit 12,61% haben wir nicht nur die Wahlbeteiligung fast verdoppelt im Vergleich zu 2015 sondern auch eine hervorragende Quittierung und Aufteilung der Listenplätze erreicht. Mit 10 Frauen und 5 Männern als Vertreter*innen aller fünf Listen.

Wir möchten all unseren Wähler*innen, Kandidat*innen und Unterstützer*innen unseren herzlichen Dank aussprechen! 

Die erstmals am selben Tag durchgeführte Wahl des Ausländerbeirats am Tag der Kommunalwahl hat uns Kandidat*innen noch stärker motiviert und miteinbezogen. Wir haben uns zahlreich und kreativ trotz Corona- Einschränkungen für die Wahlkampagne engagiert. Wir fühlen uns dadurch wertgeschätzt und sehen unseren Erfolg und die deutlich gestiegene Wahlbeteiligung als ein Beleg dafür, dass es auch zukünftig die Ausländerbeiratswahlen immer parallel zu den Kommunalwahlen durchführen zu lassen. Die Zahlen der Wahlbeteiligung in Hessen sprechen für sich: In fast ganz Hessen verdoppelte sich bei den Ausländerbeiratswahlen die Wahlbeteiligung. In manchen Fällen fand gar eine Verdreifachung (AB Bad Vilbel, Oberursel oder Maintal z. B.) statt.

Der Aufruf der Marburger Stadtfraktionen für die Ausländerbeiratswahlen hat gewirkt. So haben wir eine breitere Anerkennung und Unterstützung bekommen. Das hat u.a. noch klar gemacht, dass der Ausländerbeirat auf der politischen Ebene ein wichtiges Gremium ist, das noch mehr bewirken kann, wenn es besser in die Stadtpolitik mit einbezogen wird. 

Im Namen aller fünf Kandidat*innenlisten des Ausländerbeirats Marburg sagen wir Danke und blicken motiviert auf die nächsten fünf Jahre.

Sylvie Cloutier
Vorsitzende des Ausländerbeirats Marburg